Im Februar 2015 wurde die Höhe der Vergütungen für Meldungen an die Klinischen Krebsregister bundesweit durch einen Schiedsspruch geregelt. Pressemitteilungen berichteten darüber.

Das neue KFRG ist zwar im März 2013 in Kraft getreten, die Umsetzung des Gesetzes mit den erforderlichen Umstellungen und Anpassungen der ausführenden Stellen (Krankenkassen, Tumorzentren, Regionale Klinische Krebsregister) und den dazu notwendigen Durchführungsbestimmungen ist jedoch Ländersache.

In Sachsen ist dieser Prozess, auch hinsichtlich der Verabschiedung eines entsprechenden Ausführungsgesetzes, noch nicht abgeschlossen. Wir erwarten die Umsetzung in Sachsen in der 2. Jahreshälfte 2016. Die damit einhergehenden Veränderungen und ggf.  Anpassungen des Meldeumfanges, der Meldeanlässe und Modalitäten  einschließlich der Meldevergütung werden wir Ihnen rechtzeitig mitteilen. Bis dahin gelten alle alten Vergütungsvereinbarungen für die GKR-Gelder weiter.

Sobald die neuen Durchführungsbestimmungen für Sachsen geregelt sind, wird das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz darüber informieren.

In einem ersten Schritt wurden vom Sächsischen Sozialministerium zum 01.12.2015 vier regionale Klinische Krebsregister als KFRG-Register benannt. Um bewährte Strukturen zu erhalten, sind in Chemnitz, Zwickau, Leipzig und Dresden die ehemaligen Klinischen Krebsregister der Tumorzentren mit ihren etablierten Einzugsgebieten dafür ausgewählt worden. Lediglich im Fall von Görlitz erfolgte eine Übertragung des ostsächsischen Einzugsgebietes auf das Regionale Klinische Krebsregister Dresden. Eine Übernahme des Altdatenbestandes ist dort ebenfalls geplant.