Entstehungsgeschichte des Tumorzentrums Zwickau

Zur Verbesserung der Versorgung der Patienten und der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Onkologie wurde 1981 durch Prof. Dr. med. Günter Schott das Onkologische Zentrum Zwickau gegründet. Aufbauend darauf entstanden für die flächendeckende Versorgung in Südwestsachsen sogenannte Onkologische Arbeitskreise. Träger dieser Arbeitskreise waren die Krankenhäuser Südwestsachsens. Die gleichen Krankenhäuser, nur in neuer Rechtsform, sind auch noch heute Mitglied im Südwestsächsischen Tumorzentrum.
Die Mitglieder erarbeiteten gemeinsame Richtlinien für die Behandlung und Nachsorge der einzelnen Tumorentitäten, führten onkologische Konsile durch und organisierten die fachliche Weiterbildung. In diesen Jahren entstand das Konzept des jährlich stattfindenden Zwickauer Onkologiesymposiums, das im Jahr 2013 zum 30. Male in Folge veranstaltet wird (siehe Festschrift "25 Jahre Onkologie-Symposium").
   
Mit den politischen Veränderungen im Jahre 1990 ergaben sich umfassend neue Bedingungen. Das Onkologische Zentrum fusionierte mit den Onkologischen Arbeitskreisen als Verein zum Südwestsächsischen Tumorzentrum Zwickau e.V. Als weiteres Mitglied wurde die neuentstandene Kassenärztliche Vereinigung Chemnitz integriert. Vertreten wird sie durch die niedergelassenen onkologisch tätigen Ärzte.
 
Das Tumorzentrum Zwickau gehörte zu den ersten sechs durch das Bundesministerium für Gesundheit geförderten Tumorzentren der neuen Bundesländer. Die Tumorzentren trugen wesentlich zum Erhalt des Krebsregisters der DDR bei, welches jetzt als Gemeinsames Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen (GKR) weitergeführt wird. Das Krebsregistergesetz in Sachsen, als erstes in den neuen Bundesländern, und insbesondere die Meldepflicht der Ärzte waren ein Ergebnis der Arbeit der Vertreter der Tumorzentren.